Flug- und Bahnhöfe

Flughafen Hamburg 100 Jahre stark: Von Zeppelinen und Airbussen

Der 100 jährige Flughafen Hamburg liegt im Stadtteil Fuhlsbüttel. Er wurde 1911 zunächst für den Bau von Zeppelinen errichtet. Später starteten von hier die ersten zivilen Passagierflugzeuge und Posttransporte in die Welt.

In Hamburg Fuhlsbüttel entstehen die ersten Luftschiffe

Sonderbriefmarke zum mit Graf Zeppelin vor LZ 127
Sonderbriefmarke zum mit Graf Zeppelin vor LZ 127

Anfang des 20. Jahrhunderts appellierte der Luftschiff-Konstrukteur Graf Ferdinand von Zeppelin den Hamburgern, den Luftschiffbau zu fördern. Kurz darauf wurde mit privaten Spenden eine Halle für Zeppeline in Fuhlsbüttel errichtet. Diese lag nördlich der Borsteller Rennbahn und westlich der Alster. Man gründetet eigens eine neue Gesellschaft mit dem Namen „Hamburger Luftschiffhallen GmbH“ (HLG). Im Herbst 1911 erhob sich tatsächlich das erste Luftschiff vom 45 Hektar großen Gelände mit dem Namen „Schwaben“.

 

   

Der Flughafen Hamburg startete 1911 als Lufthafen für Zeppelin Luftschiffe

 

Die ersten Flugzeuge transportieren Postsendungen

Buchtipp: Faszination Hamburg
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Ab 1913 mussten sich die Luftschiffe den nun 60 Hektar großen Platz jedoch mit den neuen Flugzeugen, damals Aeroplanen genannt, teilen. Insgesamt 750 Schüler ließ man während des Ersten Weltkriegs auf diesen Aeroplanen in Fuhlsbüttel zu Piloten ausbilden. In dieser Zeit entstand auch der erste Luftpost-Verkehr mit Linien nach Österreich, Italien, England und Frankreich. Doch die Zeppeline verloren schnell ihre militärische Bedeutung und auch die Luftschiffhalle in Hamburg fiel einem Brand zum Opfer. Daraufhin ließ man eine neue Halle bauen und vermietete sie an die Hanseatischen Flugzeugwerke. Als der 1. Weltkrieg verloren ging, wurden alle Einrichtung unbrauchbar gemacht und die Flugzeuge an die Alliierten übergeben.

Geburt des Zivilluftverkehrs

Eine Deutsche Luft Hansa Albatros L 73, genannt Brandenburg, am Stettiner Flugplatz 1927
Eine Deutsche Luft Hansa Albatros L 73, genannt Brandenburg, am Stettiner Flugplatz 1927

Bereits im Dezember 1917 gründete die Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft (AEG) die Deutsche Luftreederei GmbH (DLR). Die Reederei Hapag, die Zeppelin GmbH sowie die Deutsche Bank beteiligten sich an der neuen Gesellschaft. So entstand die erste Linienverbindung Europas. Als sogenannter Europa-Nordwestflug verband 1920 die neu gegründete Niederländische Airline KLM Amsterdam über Bremen mit Hamburg. Nachdem die DLR jedoch nach Bremen abwanderte, übernahm die liquide Hamburg-Amerika-Linie das Ruder in Fuhlsbüttel und modernisierte auch das Gelände. Die Leitung des Flughafens ging in der Folge wieder an die HLG über. Erstmals wurde ein Funkturms an einem deutschen Flughafen errichtet. So war es ab 1926 möglich, ankommende Flugzeuge per Funkpeilung zu orten. 1929 konnten so am Flughafen Hamburg bereits 80 Flugverbindungen angeboten werden.

   

Flughafen Hamburg in den dreißiger Jahre

1938 Nonstop Flug der Focke Wulf Condor von Berlin nach New York
1938 Nonstop Flug der Focke Wulf Condor von Berlin nach New York

Von der Wirtschaftskrise in den dreißiger Jahren erholte sich der Flughafen erst um das Jahr 1935 wieder. Das Reichsministerium für Luftfahrt ließ den Flughafen ausbauen, da Flugzeuge nun die Zukunft waren. Ein Peilhaus mit einem Scheinwerfer als Ansteuerungslicht wurde errichtet, dazu eine Nachtbefeuerung der Landebahn. Mittels einer Kurzwellenbake konnten Landungen ab jetzt auch bei schlechter Sicht vorgenommen werden. Das Passagieraufkommen war im Dritten Reich um 1937 mit 57.194 Passieren das vierthöchste nach Berlin, Frankfurt und Köln. Die Stadt Hamburg übernahm in der Folge alle Anteile am erfolgreichen Flughafen. Zu Kriegszeiten wurden jedoch nur Flüge in neutrale Länder wie der Schweiz und Portugal aufrechterhalten. Später beschlagnahmte die Luftwaffe den Flughafen mit allen Flugzeuge, so auch die der Lufthansa. Unbeschädigt ging die Anlage nach der Kapitulation an die Royal Air Force über.

Airbus der Eurowings und Germanwings am Terminal
Airbus der Eurowings und Germanwings am Terminal


Motiv Flughafen Hamburg
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Berliner Luftbrücke und Wirtschaftswunder

Lockheed L-1049G Super Constellation in Lufthansa-Farben, Foto by Softeis
Lockheed L-1049G Super Constellation in Lufthansa-Farben, Foto by Softeis

Nach dem Krieg bekam der Airport eine Anflugbefeuerung, der jetzt Hamburg Airport hieß. Sie wies Piloten bereits viele Kilometer vor der Landebahn den Weg und sorgte so für einen sicheren Anflug. Zusätzlich installierte man ein Instrumentenlandesystem bis 1951. Die Briten flogen ab 1948 von Hamburg aus Ihre Versorgungsflüge in die eingeschlossene Stadt Berlin zum Flughafen Tempelhof. Die Zeit der „Rosinenbomber“ sollte ein Jahr dauern. Hierfür musste jedoch erst noch die Startbahn I am Flughafen fertig gestellt werden. Bereits 1950 ging die Verwaltung des Flughafen Hamburg Fuhlsbüttel an die neu geschaffene Flughafen Hamburg GmbH (FGH) über. Fünf Jahre später starteten bereits erste Düsenflugzeuge der neuen Deutschen Lufthansa AG. Dazu war es notwendig Landebahn II fertigzustellen, die dann Richtung Norden bis nach Schleswig-Holstein reichte. Ende der sechziger Jahre, erreichte das Passagieraufkommen bereits 4 Millionen, die man in der neuen Deutschlandhalle abgefertigte.

   


Der ehrenwerte ehemalige Bürgermeister und Bundeskanzler Helmut Schmidt ist Namensgeber des Flughafen von Hamburg

 

Helmut Schmidt ist Namensgeber vom Flughafen Hamburg

2008 entstand das 51 Mil. Euro teure Radisson Hotel mit 4.260 qm. Im selben Jahr wurde der Flughafen über die S-Bahn Linie S1 mit der Innenstadt verbunden. Zwei Jahre später feierte der Flughafen (IATA Kürzel HAM) sein 100jähriges Jubiläum. In dieser Zeit war das größte Umbauprojekt, genannt HAM 21 abgeschlossen. Der Flughafen verfügte jetzt über die beiden Terminals 1 und 2 sowie das dazwischenliegenden Airport Plaza mit Abfertigung sowie vielen Duty Free Shops.

Alle drei Gebäude werden von einer langen Einkaufszone mit vielen Geschäften miteinander verbunden. Fünf Jahre später stieg das Passagieraufkommen auf 15 Millionen pro Jahr. Stolz trägt der Flughafen Hamburg mittlerweile, der zu 51 % der Freien und Hansestadt Hamburg gehört, den Namenszusatz des ehemaligen Bundeskanzlers „Helmut Schmidt“. Mittlerweile ist es Gang und Gebe, dass Flugzeuge des Typs „Airbus“ in Fuhlsbüttel starten und landen. Viele davon werden in der Airbus Fabrik in Hamburg Finkenwerder hergestellt.

   
Helmut Schmidt ist Namensgeber des Flughafen Hamburg
Helmut Schmidt ist Namensgeber des Flughafen Hamburg

Quelle u. a.: Hamburg-Airport.de

Hier findest du den Flughafen Hamburg auf der Karte:

Christoph Janß

Hallo, ich bin Christoph Janß, Blogger und Hobbyfotograf aus dem schönen Hamburg. Ich habe ein Faible für Geschichte, Architektur sowie Naturaufnahmen. In meiner Werbeagentur Alster-Marketing.com helfe ich Kunden beim Online-Marketing sowie der Erstellung von Websites & Online-Shops.
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