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Hanseatic Trade Center Die Westspitze der Speicherstadt

Das Hanseatic Trade Center (HTC) ist ein Bürokomplex in Hamburg. Er erstreckt sich um den Kehrwiederfleet sowie an den Straßen Kehrwieder und Am Sandtorkai über mehrere Gebäude. Besonders markant ist dessen 105 Meter hoher Columbus Haus. Zusammen mit der Elphilharmonie bilden die Gebäude die Silhouette an der Kehrwiederspitue.

Das Hanseatic Trade Center an der Kehrwiederspitze

Columbus Haus
Columbus Haus

Das HTC liegt im Westen der Hamburger Speicherstadt an der Kehrwiederspitze und dem Sandtorhafen. Der Gebäude-Komplex wurde 1997 für 400 Millionen Euro erbaut und umfasst eine Bürofläche von 93.000 Quadratmeter. Im Folgenden ein Größen-Vergleich: Ein Fußballfeld hat zwischen 4.050 und 7.140 Quadratmeter. Demnach sprechen wir von einer Bürofläche in der Größenordnung von 9 bis 13 Fußballfeldern. Am Ende der Gebäudereihe an der Kehrwiederspitze, erstreckt sich mit 105 Meter Höhe das sogenannte Columbus Haus. Dieses Hochhaus wird auch Hanseatic Trade Center Tower genannt. Auf dem Baugelände hatten sich zuvor Lager der Speicherstadt sowie Schuppen des Sandtorkai befunden. Viele dieser Gebäude wurden jedoch im 2. Weltkrieg zerstört.


   
Motiv HTC und Elbphilharmonie
Motiv HTC und Elbphilharmonie

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Daten zum Hanseatic Trade Center

  • Eröffnung: 1997
  • Baukosten: 400 Millionen Euro
  • Baubeginn: 1990
  • Namensgebung: Hanse
  • Bürofläche: 93.000 Quadratmeter
  • Bürofläche Columbus Haus: 18.000 Quadratmeter
  • Höhe Columbus-Haus: 105 Meter
  • Anzahl Etagen Columbus Haus: 20
  • Architekten: Frankfurter Architekten Nägele Hofmann Tiedemann und Partner

Der Name Kehrwieder erklärt

Der Name „Kehrwieder“ soll vom Ausspruch „Kehr wieder“ stammen. An diesem Ort sollen Frauen aus Hamburg ihre zur See fahrenden Männern verabschiedet und sich eine sichere Heimkehr gewünscht haben. Allerdings bedeutet das Wort „Kehrwieder“ im Raum Norddeutschland auch „Sackgasse„. Nach diesem Begriff wurde die ehemalige Elbinsel Kehrwieder benannt. Heute erinnert an diesen Ort im äußersten Westen der Speicherstadt die sogenannte „Kehrwiederspitze„.

An diesem Ort sollen Frauen aus Hamburg ihre zur See fahrenden Männern verabschiedet und sich eine sichere Heimkehr gewünscht haben Das Wort Kehrwieder

 

   

Der Ursprung des Namen „Baumwall“

Buchtipp: Speicherstadt Story
Buchtipp: Speicherstadt Story

Der „Baumwall“ war ein Teil der zwischen 1616 bis 1625 erbauten Stadtbefestigung. Dabei handelte es sich um einen Baumstamm der im Wasser lag. Eine gängige Methode mit der man (teils auch mit eisernen Ketten) damals Hafeneinfahrten gegen feindliche Schiffe sicherte. Bis ins Jahr 1852 trennte der Baumwall so die Norderelbe vom Binnenhafen, in den die Alster mündet. Musste ein Schiff passieren, ließ man den Baumstamm zur Seite ziehen. Nachts wurde der Hafen jedoch ganz vor dem davorliegenden Niederhafen gesperrt. Weiter Holzsperren waren der Oberbaum sowie der Niederbaum.

Eine feste Brücke zum Kehrwieder entsteht

Niederbaumbrücke, Sportboothafen
Niederbaumbrücke, Sportboothafen

Im ehemaligen Kehrwieder Viertel hatten sich früher viele Handwerker und Arbeiter angesiedelt. Nichtsdestotrotz ließ man das Viertel ab 1882 zu Gunsten der Speicherstadt abreißen und die Bewohner mussten umsiedeln. Die Niederbaumbrücke die die Kehrwiederspitze mit dem Baumwall verband, wurde bereits in den Jahren 1878 und 1880 als Drehbrücke errichtet. In der Folgezeit konnten jedoch größere Schiffe nicht mehr in die Speicherstadt einlaufen. Daher ersetzte man die vorhandene Drehbrücke von 1911 bis 1912 durch einen feste Brücke. Der aktuelle Übergang ist allerdings ein Bauwerk aus dem Jahr 1978. Westlich an der Niederbaumbrücke befindet sich übrigens der Niederhafen mit einem Sportboothafen.

Die Häuser des HTC tragen Namen von Entdeckern:

Die Gebäude des Hanseatic Trade Center wurden von den Erbauern nach berühmten Entdeckern benannt:

  • Amerigo Vespucci – Der Italiener Vespucci aus Florenz erforschte lange Zeit die Ostküste Südamerikas. Folgerichtig wurde der Doppelkontinent vom deutsche Kartograf Martin Waldseemüller zu Ehren des Kaufmanns und Seefahrers in „Amerika“ benannt (1507).
  • Roald Amundsen – Eigentlich „Roald Engelbregt Gravning Amundsen“ aus Borge Norwegen war Seefahrer und Forscher. Am 14. Dezember 1911 war er erste Mensch, der den Südpol betrat.
  • Christoph Kolumbus – Der Seefahrer aus Genua (Italien) stand im Dienste des spanischen Königreichs Kastilien. Latinisiert lautete sein Name „Christophorus Columbus“. Lange Zeit nahm man an, Kolumbus habe Amerika entdeckt, indem er am 12. Oktober 1492 auf den Bahamas landete. Heute gehen Forscher jedoch davon aus, dass der Wikinger Leif Eriksson „Vinland“ also „Neufundland“ schon im Jahr 1000 entdeckte.
  • Alexander von Humboldt – Der Berliner Humboldt erforschte Amerika auf einen wissenschaftliche Art und Weise. Zudem machte er viele Aufzeichnungen zu den Länder die er bereiste, Tieren und Pflanzen. Nach ihm wurde der Humboldtstrom vor Chile sowie die Humboldt Universität zu Berlin benannt.
Hanseatic Trade Center und Elbphilharmonie
Hanseatic Trade Center und Elbphilharmonie

Besitzer des Hanseatic Trade Center

Columbus Haus beim Blueport
Columbus Haus beim Blueport

2009 verkauften die Besitzer das Columbus Haus an die Hanseatische Immobilien Handlung aus Hamburg. Schon ein Jahr darauf ging das Vespucci-Haus, ein langer Büroriegel des HTC, an den Fonds Axa Real Invest II. Die Spitze des HTC-Ensembles konnte bereits im Jahr 2004 an die Credit Suisse veräußert werden.

   

Hier findest du das HTC auf der Karte:

Christoph Janß

Hallo, ich bin Christoph Janß, Blogger und Hobbyfotograf aus dem schönen Hamburg. Ich habe ein Faible für Geschichte, Architektur sowie Naturaufnahmen. In meiner Werbeagentur Alster-Marketing.com helfe ich Kunden beim Online-Marketing sowie der Erstellung von Websites & Online-Shops.

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