ElbeHafen

Hamburg Landungsbrücken Der Wasserbahnhof in St. Pauli

Die Hamburg Landungsbrücken sind keine normalen Brücken, sondern eigentlich ein großer Wasserbahnhof. Quasi eine schwimmende Anlegestelle für Schiffe, die sich mit den Gezeiten hebt und senkt. Hier vom Stadtteil St. Pauli können Besucher einfach von der U-Bahn auf eine Hafenfähre umsteigen oder auch eine spannende Hafenrundfahrt machen.

Eine Landungsbrücke ist eine vom Ufer ausgehende, brückenähnliche Vorrichtung, die den Zugang zu anlegenden Schiffen an Land sowie umgekehrt ermöglicht

 

   

Hamburg Landungsbrücken im Stadtteil St. Pauli

Horizont Hamburg
Horizont Hamburg

Von der Amüsiermeile Reeperbahn führt die Helgoländer Allee schnurstracks Richtung Süden. Vorbei am Alten Elbpark zur Linken gelangst du so direkt zu den Hamburg Landungsbrücken. Die gesamte Anlage ist rund 700 Meter lang. Landseitig liegt auf der Ostseite das lange Abfertigungsgebäude von 1907-09. Durch vier große Kuppeln führen die vier Seebrücken 3 bis 6 auf eines der Schwimmpontons der Elbe. Weitere Schwimmanleger befinden sich im Westen (Brücke 7 bis 10) sowie im Osten (Brücke 1 bis 2). Aus Tuffstein hergestellt, verfügt es über einen markanten Uhrenturm mit Wasserstandsanzeigen. Alle halbe Stunde schlägt die Schiffglocke des Turm. Am Elbufer angelangt wird es dann Zeit für das erste Fischbrötchen mit einem traditionellen Astra-Bier der Bavaria St. Pauli Brauerei.

Schön zum Flanieren aber auch zum Ablegen

Hafenrundfahrten durch den Hamburger Hafen starten traditionell genau hier. So geht es direkt zu den ganz großen „Pötten“ an den Containerterminals im Elbhafen. Aber auch ganz normale Schiffsverbindungen der HADAG Hafenfähren legen hier im Liniendienst ab. Ob Richtung Hamburg Blankenese, der Airbus Werft im Westen oder zum Oderhöft im Süden-Osten, die Barkassen der Linien 64, 62, 61, 75, 73, 72 fahren bei Wind und Wetter. Als Teil des Hamburger Verkehrsverbund HVV kannst du hier auch dein ganz normales Tagesticket für Bus und U/S-Bahn nutzen. Wie praktisch, das auch gleich hier die U-Bahn Linie U1 sowie die S-Bahn mit der S3 eine Haltestelle haben. Und seit dem der Linienverkehr nach Helgoland per Katamaran erledigt wird, wird man auch auf dieser Strecke nicht mehr so leicht seekrank.

St. Pauli-Landungsbrücken

Erstmal im Jahr 1839 entstanden an dieser Stelle die ersten Schiffsanleger. Allerdings kam hier noch Holz als Baumaterial zum Einsatz und nicht Tuffstein. Mit Hilfe der Schwimmanlegern konnte man leicht den Tidenhub der Elbe ausgleichen. In St. Pauli beträgt dieser bis zu 3,6 Meter. Zugleich ließ sich die Kohle, dem Brennmaterial der damaligen Dampfschiffe, sicher vor Feuer auf den Pontons zwischenlagern. Zwischen 1907-09 entwarfen die Architekten Raabe & Wöhlecke erstmals ein festes Gebäudeensemble von 200 Meter länge. Später wurden aus den Dampfschiffen imposante Luxuskreuzer. Im 2. Weltkrieg beschädigt, erfolgte der Wideraufbau der kriegswichtigen Anlage in den Jahren 1953-55.

   

Must see am Ponton

Zahlreiche Sehenswürdigkeiten säumen die Hamburg Landungsbrücken. Im Westen der Alte St. Pauli Elbtunnel mit dem die Werftarbeiter damals zur Bloom & Voss Werft gelangten. Im Osten das grüne Museums-Segelschiff Rickmer Rickmers der gleichnamigen Reederei. Gleich daneben liegt mit der Cap San Diego gleich noch ein weiteres Hamburger Original. Nach so viel Geschichte solltest du dich erstmal in einem der naheliegenden Beachclubs oder im Hard Rock Cafe Hamburg bzw. dem Blockbräu entspannen.

Hier findest du die St. Pauli Landungsbrücken auf der Karte:

Christoph Janß

Hallo, ich bin Chris, Tourismus Blogger und Hobbyfotograf aus dem schönen Hamburg. Ich habe ein Faible für Geschichte, Architektur sowie Naturaufnahmen. Als Freelancer und Marketer helfe ich Kunden bei ihrem Marketing.

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