Johannes Brahms Das Musikgenie aus dem Hamburger Gängeviertel

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Im Jahr 1833 erblickte Johannes Brahms im einfachen Hamburger Gängeviertel das Licht der Welt. Das Musikgenie reifte in der Folgezeit zu einem der bedeutendsten Komponisten der Welt heran und prägte viele Generationen von Musikern nach ihm. Im Brahms-Museum können sich Besucher auf die Spuren des Komponisten begeben. 

Brahms Museum in der Peterstraße
Brahms Museum in der Peterstraße

Die Ursprünge der Familie Brahms finden sich in Niedersachsen

Johannes Brahms wurde am 7. Mai 1833 in Hamburg geboren. Er und seine zwei Geschwister entstammten einer weit verzweigten niedersächsischen Familie. Sein Vater Johann Jakob (1806 – 1872) kam aus Heide in Schleswig-Holstein. Er war Musiker spielte Kontrabass und Horn. Sein Geld verdiente er anfangs mit kleinen Auftritten in Hamburger Tanzlokalen. Später brachte er es sogar zum Mitglied der Hamburger Philharmonie. Seine Mutter Johanna Henrika Christiane Brahms (1789 – 1865) war eine geborene Nissen. In seiner Jugend verbrachte er viel Zeit bei seinen Großeltern in Dithmarschen. Das Haus des Opas ist heute der Sitz der Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein.

Die musikalische Früherziehung zeigt sein wahres Potential 

Brahms Scherzo es-Moll op. 4
Brahms Scherzo es-Moll op. 4

Im Alter von 7 Jahren erhielt der junge Brahms Klavierunterricht bei Otto Friedrich Willibald Cossel. Zudem zeigte er schon früh sein Interesse für das Cello. Als er im Jahr 1849 erstmals ein eigenes Klavierstück verfasste (Phantasien über einen beliebten Walzer), wurde er vom Hamburger Komponisten Eduard Marxsen entdeckt. Als er im Jahr 1853 mit seinem befreundeten Violinspieler Eduard Reményi eine Konzertreise nach Hannover unternahm, lernte er den dortigen Geiger Joseph Joachim kennen. Joachim führte Ihn in die musikalische Gesellschaft ein und schrieb ihm Empfehlungen für den Hofkapellmeister von Weimar, Franz Liszt sowie den Komponisten Robert Schumann in Düsseldorf. Liszt war es auch, der Brahms in einem Brief an den Musikverlag Breitkopf & Härtel lobend erwähnte. Prompt druckte der Verlag Brahms Klavierstücke ab, wodurch der 20jährige Komponist landesweit bekannt wurde. 

   

Es ist nicht schwer, zu komponieren. Aber es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. Johannes Brahms

Liaison zwischen Johannes Brahms und Clara Schumann

Brahms mit Clara Schumann Johannes Strauß
Brahms mit Clara Schumann Johannes Strauß

Brahms Freundschaft zu Robert und dessen Frau Clara Schumann wurde mit der Zeit immer enger. Clara hatte sich als Pianisten europaweit einen Namen gemacht und war aus dem Schatten ihres Mannes hervorgetreten.

Im Jahr 1854 musste Ihr Mann jedoch zur Behandlung in die Richardche Heilanstalt nach Enderich überführt werden. Brahms stand Clara in dieser schweren Zeit bei, wodurch sich Ihr Kontakt noch intensivierte.

Brahms fühlte sich zu ihr hingezogen und als Hommage an Clara schrieb er die Klaviervariationen op. 9 (hier reinhören). Drei Jahre später zog Brahms nach Detmold, um dort einen Chor zu leiten und Klavierunterricht zu geben. Hier schrieb er auch sein erstes Klavierkonzert, welches (jedoch ohne großen Erfolg) in Hannover uraufgeführt wurde. 

   

Der Sehnsuchtsort Wien

Um die Leitung eines Frauenchores zu übernehmen, zog er im Jahr 1859 zurück nach Hamburg. Dort verhalf Ihm der Verleger Fritz Simrock bei der Veröffentlichung seiner folgenden Werke. Zudem plante er ein Manifest gegen die musikalische Strömung der “Norddeutsche Schule”, zu denen er Richard Wagner und Franz Liszt zählte. Doch es hielt Brahms nicht lange in Hamburg. Zwei Jahre später zog es ihn nach Wien, dem Sehnsuchtsort großer Komponisten wie Mozart, Haydn, Bach und Beethoven. Dort angekommen, wurde er für ein Jahr Chorleiter der Wiener Singakademie. Dann entschied er jedoch sich ganz aufs Komponieren zu konzentrieren. Der Erfolg gab ihm Recht. Im Jahr 1868 wurde Brahms “Deutsches Requiem” erfolgreich im Bremer Dom uraufgeführt. Brahms Berühmtheit erreicht ihren Zenit er braucht für seinen Lebensunterhalt keine Festanstellung mehr.

Ruhm und Ehre für Brahms

Brahms wird Ehrenbürger Hamburgs
Brahms wird Ehrenbürger Hamburgs

In seiner neuen Heimat Wien verfasste Brahms wenig später auch das Triumphlied zum Sieg Preußens über Frankreich. Es wurde im Jahr 1872 in Karlsruhe erstmals der Öffentlichkeit gezeigt. In den Folgejahren wurden Johannes Brahms viele Ehrungen zuTeil. So verlieh man ihm den Ritter-Orden “Pour le mérite” für Wissenschaften und Künste, man verlieh ihm die Ehrenbürgerschaft der Stadt Hamburg und er erhielt einen Ehrendoktortitel der Universität von Breslau. Zudem macht er sich als Ehrenpräsident des Wiener Tonkünstler Vereins und Direktor der Gesellschaft der Musikfreunde in seine Wahlheimat einen Namen. Im Alter von nur 64 Jahr verstarb Johannes Brahms an Bauspeicheldrüsenkrebs und wurde anschließend auf dem Zentralfriedhof Wiens beigesetzt.

Link zum Brahms Museum in Hamburg und zum KomponistenQuartier mit weiteren Ausstellungen zu bedeutenden Komponisten wie Telemann, Bach, Hasse, Mendelsohn, Brahms und Mahler.

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Chris

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