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Maritimes Museum Der Ursprung der Seefahrt

Der denkmalgeschützte Kaispeicher B beherbergt seit 2006 das Internationale Maritime Museum in Hamburg. Der Kaispeicher ist das älteste noch erhaltene Backsteinlager in der Hamburger Speicherstadt.

Ehemaliger Kaispeicher B

Am Brooktor- und Magdeburger Hafen gelegen, ist der Kaispeicher B von 1878 der älteste noch erhaltene Speicher der Hansestadt. Auftraggeber war die Silospeicher KG J.W. Boutin mit den Architekten Jacob Hanssen und Emil Meerwein. Ursprünglich als Getreidesilo konzipiert baute man das Gebäude 1884 zu einem Bodenspeicher mit 11.000 qm Lagerfläche um. Die äußere Fassade des Speichers wurde bereits im Stil der Neugotik der Hannoverschen Architektur-Schule errichtet, die in den folgenden Jahren die gesamte Speicherstadt kennzeichnen sollte.

Conrad Wilhelm Hase

Der Begründer dieser Schule war der Architekt Conrad Wilhelm Hase, der in der zweiten Häfte des 19. Jahrhunderts über 80 Kirchen und 60 Profanbauten in Abkehr vom Klassizismus und Neubarock schuf. So zum Beispiel das Alte Rathaus in Hannover. Kleine Schuten legten von zwei Seiten am Gebäude an um über Winden am Gebäude entladen zu werden. Schuten sind antriebslose Schiffe für den Transport von Schütt- und Stückgut, die mit Schleppern zum Ziel gezogen wurden. Ursprünglich verfügte das Gebäude sogar über einen eigenen Gleisanschluss, der jedoch heute nicht mehr zu sehen ist. Für die Restaurierung des Kaispeicher B mussten 2006 über 50.000 Ziegelsteine aus der Fassade entnommen, überarbeitet und wiedereingesetzt werden.

Internationalen Maritimen Museum

Im Internationalen Maritimen Museum wird die 3000 Jahre alte Geschichte der Schifffahrt mit vielen Modellen, Gemälden und Ausstellungsgegenständen, davon viele wertvolle Originale, dargestellt. Von den ersten Papyrus-Schiffen der Ägypter zu den Karavellen der Entdecker Magellan und Kolumbus über die Koggen der Hanse hin zur heutigen Container-Schifffahrt. Auch der Meeresforschung wurde ein Bereich gewidmet. Die Sammlung geht auf Professor Peter Tamm zurück, der seine Exponate mit dem Museum der Öffentlichkeit zugänglich machte.

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Chris

Chris ist Hobbyfotograf aus dem schönen Hamburg mit einem Faible für architektonische Tag- und Nachtaufnahmen, Geschichte und der Hansestadt Hamburg.

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