Kontorhäuser

Kontorhäuser in Hamburg – Handelsarchitektur mit Geschichte

Mohlenhof Kontorhaus Hamburg
Mohlenhof Kontorhaus Hamburg

Kontorhäuser sind markante Handels- und Bürogebäude, die vor allem in der Blütezeit des internationalen Handels zwischen dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert entstanden. Hamburg als eine der bedeutendsten Hafen- und Handelsstädte Europas wurde maßgeblich von diesen Gebäuden geprägt. Der Begriff „Kontor“ stammt aus dem Niederdeutschen und bezeichnet ein Handelsbüro oder Geschäftshaus.

Diese Gebäude dienten vorwiegend Handels- und Importunternehmen, Reedereien und Spediteuren als Firmensitz. Typisch für sie ist die funktionale Kombination aus Büroflächen, Lager- und Ausstellungsräumen. Viele Kontorhäuser waren mit moderner Infrastruktur ausgestattet, etwa mit Lastenaufzügen, Frachtzugängen oder Laderampen – perfekt auf die Anforderungen des Warenumschlags abgestimmt.

Bedeutende Kontorhäuser in Hamburg

  • Chilehaus
    Das wohl bekannteste Hamburger Kontorhaus. Es wurde zwischen 1922 und 1924 im Stil des Backsteinexpressionismus erbaut und erinnert in seiner Form an den Bug eines Schiffes. Das Gebäude steht exemplarisch für die Blütezeit des internationalen Handels in Hamburg.

  • Sprinkenhof
    Direkt neben dem Chilehaus gelegen, ist der Sprinkenhof das größte Kontorhaus Hamburgs. Es wurde in mehreren Bauabschnitten zwischen 1927 und 1943 errichtet und beeindruckt durch seine ornamentale Backsteinfassade und die großflächige Innenstruktur.

  • Meßberghof
    Ebenfalls Teil des UNESCO-Welterbes Kontorhausviertel, wurde dieses Gebäude 1922–1924 errichtet und war eines der ersten Kontorhäuser mit Stahlbetonskelettbauweise in Hamburg. Seine Fassade ist mit detailreichen Klinkerornamenten geschmückt.

  • Mohlenhof
    Der 1927–1929 entstandene Mohlenhof beeindruckt mit großzügigen Innenhöfen und einer klaren, funktionalen Gestaltung. Auch er gehört zum architektonisch bedeutenden Ensemble des Kontorhausviertels.

  • Montanhof
    In den frühen 1920er-Jahren errichtet, diente er ursprünglich als Sitz für Unternehmen der Montanindustrie. Die schlichte, elegante Backsteinfassade steht im Kontrast zum opulenteren Stil manch anderer Kontorhäuser.

  • Dovenhof
    Der Dovenhof war das erste Kontorhaus Hamburgs und wurde bereits 1886 erbaut. Zwar wurde das ursprüngliche Gebäude im Zweiten Weltkrieg zerstört, doch es markierte den Beginn der Kontorhaus-Ära in der Hansestadt.

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