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Wasserschloss Bergedorf Malerisch am Fluss Bille gelegen

Das Wasserschloss Bergedorf von 1208 liegt an der Mündung des Flusses Bille im Hamburger Stadtteil Bergedorf.

Wasserschloss Bergedorf

Wasserschloss Bergedorf

Bauherr Albrecht II. Graf von Weimar-Orlamünde

Die Ursprünge des Schlosses gehen auf Albrecht von Orlamünde zurück, der 1208 den Fluss Bille aufstaute, um dort eine Mühle errichteten zu können. Albrecht II. Graf von Weimar-Orlamünde wurde 1182 geboren und regierte die Gebiete um Stormarn, Ratzeburg, Lauenburg und Holstein. Als bald folgte eine Befestigung des Gebietes in Form einer Burganlage, deren Modell heute im Schloss ausgestellt wird. Zunächst wurde die Anlage mit Palisaden bewährte und mit einem doppelten Wassergraben sowie Zugbrücke geschützt. In der Mitte der Anlage soll sich, wie schon bei vielen anderen Niederungsburgen, ein Bergfried befunden haben. Einem massiven Turm, der als letzte Rückzugsmöglichkeit bei einem Angriff dienen sollte. Die ganze Vierflügelanlage aus Backstein, misst 30 x 30 Meter. Auch die Keimzelle Hamburgs, die Hammaburg war eine solche Niederungsburg.

Hamburg und Lübeck regieren hier gemeinsam 460 Jahre

Südseite des Wasserschloss

Südseite des Wasserschloss

Die Wasserburg Bergedorf diente bis zum Jahr 1420 als Residenz für die Herzöge von Sachsen-Lauenburg, einem nur dem Kaiser unterstehenden Fürstentum von 1296. Um 1420 eroberte die reichen Hansestädte Hamburg und Lübeck die Burg und machten aus der Region das gemeinsam verwaltete Amt Bergedorf. Neben Bergedorf bestand das Amt auch noch aus den Vierländer Dörfern Altengamme, Curslack, Kirchwerder, Neuengamme und Geesthacht. Der Umbau zur Schlossanlage entstand im späten 16. Und 17. Jahrhundert. Teile im Nordwesten der Anlage sind um 1610 und im Südwesten um 1661 datiert.

Museum für Bergedorf und die Vierlande

1868 kaufte Hamburg Lübeck seinen Anteil ab und beendete so die 460 Jahre andauernde Doppelherrschaft. Fortan beherbergte die Wasserburg die örtliche Verwaltung, das Gericht und später auch die Polizei. 1897 bis 1899 wurde der Nordost Flügel mit dem Turm und der Einfahrt neugotisch erneuert. Das Landherrenzimmer wurde 1902 im Vierländer Stil hergerichtet und diente der hamburgischen Landherrenschaft Bergedorf. Heute beherbergt das Wasserschloss das Museum für Bergedorf und die Vierlande mit wechselnden Ausstellungen.

Im Nordflügel befindet sich zudem ein schönes Cafe und ein Museumshop. Regelmäßig Konzerte und ein alle zwei Jahre wiederkehrender Mittelaltermarkt machen das Schloss zum lebendigen Ort.

Weitere Burgen finden sich auf meiner Website: www.visit-altenburg.com – Land of Castles.

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About Chris

Chris ist Hobbyfotograf aus dem schönen Hamburg mit einem Faible für architektonische Tag- und Nachtaufnahmen, Geschichte und der Hansestadt Hamburg. Google+
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