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Sankt Petri Kirche Die Älteste Pfarrkirche Hamburgs

Die Sankt Petri Kirche im Zentrum von Hamburg ist die älteste Pfarrkirche Hamburgs. Sie zählt zu den fünf Hauptkirchen in Hamburg und wurde im ersten Bauabschnitt 1195 als Holzkapelle erbaut. Der markante Backsteinbau ist nach dem Apostel (Gesandter von Jesus) und Märtyrer Petrus benannt.

Sankt Petri Kirche

Sankt Petri Kirche in Hamburg

Architektur der Sankt Petri Kirche

1310 wurde mit Bau der dreischiffigen gotischen Hallenkirche aus Backstein begonnen. Bei einer Hallenkirche haben allen Kirchenschiffe annähernd die gleiche Höhe. Der Bau des Kirchenturms folgte 1342. Weitere Seitenschiffe folgten 1418. An der Außenfassade befinden sich Marmor-Figuren im neugotischen Stil mit Darstellungen von Evangelisten. Die vier Evangelisten (auch Apostel genannt) Markus, Lukas, Johannes und Matthäus im Neuen Testament (Evangelium), waren Autoren über das Leben Jesu. Geschaffen wurden die Figuren 1888 von August Herzig. Der bronzene Tür-Zieher in Form eines Löwenkopfs ist das älteste erhaltene Kunstwerk Hamburgs.

123 Meter hoher Kirchturm

1842 fiel die Petri Kirche dem Großen Hamburger Stadtband zum Opfer. Die meisten Kunstwerke, darunter Gemälde und Statuen, konnten vor dem Feuer gerettet werden. Zwischen 1844 und 1849 erfolgte der Neubau auf dem alten Grundriss von Alexis de Chateauneuf (Architekt der Alsterarkaden) und Hermann Peter Fersenfeldt. Die Turmhaube wurde 1878 fertiggestellt nach Plänen von Johann Maack. Der 1513 bis 1516 umgebaute und 123 Meter hohe Kirchturm war bis zur Fertigstellung der St. Nikolai Kirche 1518 der Höchst Turm der Stadt. Er kann über die 544 Treppenstufen des Aufgangs bestiegen werden. Drei Glocken befinden sich im Kirchturm, jeweils mit bis zu sechs Tonnen Gewicht.

Darstellungen von Bischoff Ansgar von Bremen

Im Innern der St. Petri Kirche befinden sich zwei Darstellungen des ersten Hamburger Bischofs Ansgar von Bremen. Eine Darstellung findet sich auf einem Tafelgemälde, das der Hamburger Maler Hans Bornemann 1460 erschuf, eine zweite in Form einer Holzstatue. Auch auf der Trostbrücke befindet sich eine, teilweise vergoldete, Statue von Ansgar. Der Benediktinermönch und späterer Bischof von Bremen und Hamburg, wurde von der Katholischen Kirche zur Missionierung Norddeutschlands und Skandinaviens in die Hammaburg entsandt. Ein weiteres Gemälde von 1813 Namens „Weihnachten“ soll an die schwere Zeit der Besatzung durch die Franzosen erinnern. In dieser Zeit wurde die Kirche, wie viele andere Gotteshäuser auch, als Reitstall von den Französischen Truppen genutzt. Die harten Winter forderten viele Hungertote unter den Hamburgern.

Bischof Ansgar von Bremen

Bischof Ansgar von Bremen

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About Chris

Chris ist Hobbyfotograf aus dem schönen Hamburg mit einem Faible für architektonische Tag- und Nachtaufnahmen, Geschichte und der Hansestadt Hamburg. Google+
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